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wo fang ich an? eigentlich könnte ich mal wieder ablästern ohne ende. tu ich auch. nicht über das kindergartenfest. das war, wie immer, total süß inszeniert. (wenn man davon absieht, dass es keinen einzigen apfelbaum gab (is ja auch schwer, weil die aufführung im haus statt fand), und die gereichten mehlspeisen teilweise mit birnen und bananen “gestreckt” waren.)
aber die menschen.
neben einigen weiblichen exmitarbeitern, die sich vor jahren aufs kinderaufziehen spezialiesiert haben, und mir jetzt jetzt am hiesigen arbeitsmarkt fehlen und dafür, dass sie die kinder im kindergarten untergebracht haben, und bei jeder angebotenen arbeit die flucht ergreifen, für ein jahr einzahlertum alg kassiern, auch diverse kleinststadt unternehmer gattinnen.
eine davon - warum auch immer - besonders frustriert im quadrat. sobald ich meinen mann auch nur kurz aus den augen lasse, hängt sie bei ihm und labert ihn voll. der mann hatte anscheinend keine zeit, daher hat sie ihre erwachsene tochter und deren freund (o ton: “boah sind die gschroppn laut.”) dabei. von tochter und mutter munkelt man im ort btw, dass beide eine eßstörung hätten. wundern würde es mich nicht. und gerade SIE fragt meinen mann, wie man eine ordentliche bouillon kocht… nachtigall ik hör dir kotzen trappsen.
trotzdem hatte sie wohl die rollenverteilung bei uns kapiert
.
ich muß das alles noch verdauen und vor allem heute endlich auch greys schauen… schönen abend euch!
durch diverse inszenierte almabtriebe auf dem heimweg wurden es etwas mehr als 24 stunden. für teilweise discotauglichen kopfschmuck der rindviecher mußten cheerleader ihre bommel schlachten und alte plastikweihnachtsäume ihr lametta abgeben. immer wieder ein erlebnis.
und jetzt muß ich arbeiten mich geistig auf mein golfplatzwaterloo von demnächst *zitter* vorbereiten. nicht nur, dass mir nach wenigen löchern die kondition ausgehen wird (man lache nicht stelle sich vor, dass ich ja viel öfter schlagen muß, als die meisten), nein. ich hab auch noch eine dicke erkältung aufgeschnappt, und bin mir daher noch nicht ganz sicher, ob ich tatsächlich beim turnier an den start gehen werde oder mich und meine bazillen nur nachher unter das volk mische.
wir haben ja noch immer geschlossen. wie so ein geschlossenes hotel aussieht, könnte euch wortteufel beschreiben. (sie und wortteufelmann durften diesen wenig einladenden ort auch sehen und waren mittelschwer beeindruckt, stimmts?
)
ich versuche es mal für alle, die davon keine vorstellung haben: wenig licht. die lobby wird nur indirekt von den bürolampen erhellt. im ganzen blickfeld kein teppich, kein stuhl, keine couch, kein tisch. nur der blanke steinboden. in plastiksäcke verpackte deckenleuchten. keine deko. gefühlte 10°C raumtemperatur. dreck und staub.
grade geht die türe auf. ein etwas älterer herr mit diesen wanderstecken kommt rein. (ich identifiziere ihn gleich als einen von nachbars kaffeefahrtomnibustouristen)
meine mitarbeiterin fragt höflich: “bitte, kann ich ihnen behilflich sein?”
er antwortet: “nein. ich schlafe nur hier.”
meine mitarbeiterin: “nein. das glaube ich nicht.”
er immernoch voll überzeugung: “doch. ich schlafe hier. von ihnen brauch ich nix.”
(sowas passiert hier regelmäßig. obwohl die eingänge komplett verschieden sind, vor unserer haustüre manchmal sogar wegen der diversen umbauarbeiten ein müllcontainer steht oder eine horde handwerker geparkt hat…)
lustig ist es immer wieder, wie blind manche menschen durchs leben gehen…
… oder so ähnlich.
natürlich ein scherz. aber witzig finde ich es schon, dass unser türki.scher hausmeis.ter mit österreichischer staatsbürgerschaft vom herrn nochfina.nzminister über 200 euro zurück bekommt, und seine ebenso türkisc.he frau, die bei uns stubenmädchen ist sogar über 300!?
als ich ihn heute nicht gleich finden konnte, stellten wir im büro die vermutung an, dass er sich jetzt zur ruhe gesetzt hat. dank dem unerwarteten geldsegen.
grad kam er zur tür rein.
“du stilke. bin i bald millionär. du gehört?”
ich kugel mich hier grad vor lachen ![]()
ich bin heute, wie es dem einen oder anderen schon aufgefallen sein dürfte, etwas albern.
da kam mir ein vorstellungsgespräch ganz recht. nicht irgendein vorstellungsgespräch. nein. ein highlight. das mit besagter, frischer schulabgängerin.
und weil ich schon lange nichtmehr gestaunt hatte, traute ich mich, und fragte ganz interessiert:
“was haben sie denn bei ihrem ferialjob in der bank gemacht?”
sie freute sich offensichtlich über so viel neugierde meinerseits und antwortete:
“den angestellten über die schulter gesehen.”
pause
“geschaut, ob die schecks in ordnung sind, ob die leute geld am konto haben.”
pause (die ich dazu genutzt hab verzweifelte “hilfe-blicke” an meinen mann abzusenden)
“und die tresore bewacht. natürlich mit den bankangestellten.”
mein ernst. so hat sie das gesagt. ich konnte mich nur mit mühe beherrschen.
meine güte!
eine frau (schon zweimal da gewesen) ruft an und bucht ein zimmer. wenige tage später - sie hält gerade unsere reservierungsbestätigung in den händen- ist sie wieder am telefon. diesmal aber, um die bestellung zu stornieren.
ansich fragen wir nicht, warum jemand absagt. es kann ja mal was dazwischen kommen, und wenn der grund für uns interessant ist, dann rücken die beinahe gäste meist von selbst damit heraus. so auch dieser gast:
“ich muß leider stornieren. ich hatte ganz vergessen, dass wir ja jetzt ein baby haben, und das können wir ja dann nicht zum schifahren mitnehmen.”
na dann: “gratuliere!”
wen wundern dann solche meldungen noch?
wenn ich mal wieder aus einer bewerbung als rezeptionistin zitieren darf:
“Während meiner Schulzeit,…. stets Ferialtätigkeiten… und habe in dieser Zeit den Umgang mit den Kunden sehr genossen.”
genossen? genossen? wie soll ich das verstehen? stand sie da verzückt in der gegend rum und hat grenzdebil gelächelt und aufs arbeiten vergessen?
“Man hat dadurch auch die Erfahrungen gewonnen, was einen Gast bzw. Kunden zufrieden stellt”
jetzt abgesehen davon, dass der punkt fehlt. zuerst genießen und dann ist der gast zufrieden??? aha *vielsagendschau*
“Durch den Umgang mit verschiedenen Nationen konnte ich in dieser Zeit meine Sprachkenntnisse verbessern.”
klingt, als hätte sie im auswärtigen amt oder bei der uno gejobt… dazu vielleicht angemerkt: das mädel hat im frühjahr abitur gemacht und sich bis vorgestern anscheinend keine gedanken über ihre berufliche zukunft gemacht. in den letzten jahren waren ihre “ferialjobs” in einer bank und in einem wirtshaus. so multikulti läuft das dort aber nun nicht wirklich ab. ihre noten in deutsch/englisch und italienisch sind gerade “ausreichend” (bei einem kurzen telefonat hatte ich probleme dieses stark dialekt gefärbte nuscheln überhaupt zu verstehen. die armen ausländischen bankbesucher.)
die bewerbungsblätter sind nichtmal gerade aufeinander geklammert.
außerdem hat sie sensationelle (ironie!!!) zusatzqualifikationen. was ich bisher nicht wußte: es gibt auf österreichischen schulen ein fach (die öisis sagen “gegenstand” dazu), das sich “Gesundheit, Soziales und Wellness” nennt. und darin gibt es sogar eine Projektarbeit, die im Abitur/Matura-Zeugnis erwähnt wird. in ihrem fall war das thema der arbeit REIKI?!
und wieder mal rege ich mich auf, weil ich es einfach eine frechheit finde, dass man sich für einen beruf bewirbt, den man nicht gelernt hat. von dem man nicht ansatzweise eine ahnung hat. ich rede hier nicht von hilfstätigkeiten, sondern von dem job, den ich auch mache. und den macht man nicht so einfach mal nach der schulzeit, ohne fachwissen, ohne ausbildung “nur” mit hochschulreife und einem praktikum beim wirt hinter der theke.
das finde ich schon fast frech!!!
und ich weiß genau, wenn ich ihr vorschlage, dass sie eine verkürzte lehre machen kann, wird sie über alle berge sein…
…würde ich ja auf die ziemlich lange mail, die ich gerade als antwort auf mein gestriges angebot gefunden erhalten habe, antworten. sehr gerne auch freundlich und ausführlich.
aber leider, leider ist
dieser fragenkatalog (?)
diese nette absage (?)
diese noch nettere zusage (?)
diese ausfälligkeit (?)
dieses was auch immer… in holländischer sprache
warum antworten die mir auf holländisch, wenn ich zuerst auf deutsch (oder das, was ich als bayerischer kärntner dafür halte
) schreibe??? sitzen die schreiber vielleicht grade eingeraucht am compi und wollen mich tratzen?
meint ihr, soll ich das mal durch den google übersetzer jagen??? und wenn sie dann tatsächlich buchen- wer mag die einchecken?
EDIT: die frau hat gerade angerufen, weil sie meine englische rückfrage-mail nicht verstanden hat. himmel, die kann besser deutsch als ich… warum denn so kompliziert???
zum schmerzpatienten… (o-ton nie.derbayerischer zah.narzt: “mir hat eh grad einer abgesagt. und sie können ja nix dafür.”)
jetzt sitze ich hier mit einer zerbissenen zunge (weil irgendwer mußte ja das von muttern gekochte und von vattern gegrillte vorhin doch essen) und pelziger lippe.
aber von vorne:
schon in den letzten tagen kaute ich unbewußt vorwiegend rechts und hatte immer mal wieder auf/an/um/in meinem am längsten geflickten backenzahn (ich glaube 3/6) so ein blödes ziehen und pochen aua. ein baldiger zah.narztbesuch war so gut wie geplant. letzte nacht lag ich dann mit schier unaushaltbaren schmerzen (die so herrlich die ganze linke gesichtshälfte bis zum ohr in mitleidenschaft gezogen haben) wach. heute nachmittag hatten die schmerzen ein drogenresistentes revival …
und so kam ich zum handkuss zur wurzelbehandlung wie die h.ure zum kind.
irgendwann ist feierabend. schluß mit lustig.
ich hasse - äh- ich HASSE es, wenn nach 22 uhr das telefon klingelt.
1. weil ich immer hammermäßige hitzewallungen und herzklopfen bekomme, da ich denke, es ist was schlimmes passiert.
2. weil ich es einfach unverschämt finde, andere leute überhaupt (und fremde sowieso) mitten in der nacht irgendwie zu behelligen. das tut man tue ich einfach nicht, weil ich davon ausgehe, dass viele dann entweder schlafen oder (siehe 1.)
und ich mag es nicht, wenn ich gerade gemütlich auf der couch einen schönen, schnulzigen film schaue, dabei so schön die tränchen kullern und dann das bürotelefon klingelt. ich weiß. ich brauch ja nicht hinzugehen. aber neugierig bin ich auch, wer so deppat ist, und um diese zeit noch anruft. aber dass es dann immer (IMMER!) so saublöde anfragen für eine eh total gefragte (ausgebuchte) zeit sind
also achtung: wenn ich abhebe und sage “hotel zur müden stilke guten abend.” und am ende “gute nacht.” dann bin ich ehrlich, echt und absolut grantig. ![]()
nein. nicht die gäste werden gecastet… so weit sind wir noch nicht.
.
ich will mich nicht beschweren. das ganze ginge auch hatten wir schon trostloser.
wenn sich derzeit bewerber beinahe die türklinke in die hand geben, komme ich mir vor wie bei “bully sucht die starken männer.” nur sucht stilke keine manschaft für ein fiktives wikingerdorf, sondern die optimale besetzung für ihr büro und den umgang mit mehr oder weniger blogcontentschwangeren gästen….
leute das ist sooooo schwierig.
ich gestehe, dass ich mich schon öfter verschätzt habe. nicht immer hält der/die bewerber/in das, was die unterlagen und ein selbstbewußtes auftreten versprechen. außen hui, fachlich pfui…
andererseits bin ich eben nicht der dieter, der den eher aussichtslosen bewerbern (wenn sie schon mit drei nasenpiercings und einem totenk.opftattoo am hals, fettigen haaren und den mund voller verfaulter zähne ankommen) gleich gemeinheiten an den kopf wirft, und sie wieder vom berg jagt. das bringe ich nicht fertig.
jeder soll, so gut es geht, einmal angehört werden. auch wenn mir manche email adressen (gei.lemuschi28@hotgmx.com) schon vor dem persönlichen kennenlernen zu denken geben.
das ganze wird da kräfteraubend und zeitaufwendig, wo ich das potential beim besten willen einfach nicht finden kann. dann versuche ich dem/derjenigen entweder eine andere funktion in unserer firma schmackhaft zu machen, oder aber, ich rede den traumjob zum alptraumjob…
heute war mal eine sehr, sehr vielversprechend. juchu! (und ihre emailadresse ist auch voll langweilig: vornamenachname@irgendwas.at)
NOCH ist ja nicht aller sommer ende und NOCH gibt es ein (für meine geschätzten leser eher langweiliges
) leben neben der arbeit
heute habe ich mich mal wieder unter das volk der läufer gemischt. wie immer natürlich als zuschauer.
dabei aufgefallen ist mir diesmal, dass nach 21 kilometern die ähnlichkeit der männlichen teilnehmer mit einem zugek.ifften pete dohe.rty proportional zur laufdauer zunimmt. mein mann war gott sei dank recht schnell
zur belohnung haben wir uns dann noch in pört.schach ein nettes mittagessen mit herrlicher aussicht gegönnt.
[dann noch so nebenbei das highlight des wochenendes: töchterchen kann schwimmen. zwar noch keine wirklichen strecken, aber ohne flügerl oder sonstige hilfsmittel. sie selbst war sehr stolz, weil so große mädchen (über 6) sichtlich beeindruckt waren. (wir waren btw indoor schwimmen. der see wird langsam frisch)]
könnt ihr euch noch an meine ungebuchte 5 köpfige familie von vergangenen märz erinnern? die, die aufgrund eines unverbindlichen angebotes angereist waren, und dann mit ihren drei kindern beinahe im auto hätten schlafen müssen…
eben diese familie wollte ansich nicht zweimal den selben fehler machen und hat aus diesem grund noch bei der abreise aus dem ausweichquartier eine vorläufig unverbindliche reservierung bei mir getätigt. darum haben sie letzte woche auf dem postweg die zuschrift von uns mit der reser.vierungsbestätigung erhalten. das buchen wäre ist recht simpel: unterschreiben und zurück schicken und eine anzahlung leisten.
langsam zweifel ich aber erneut an der zurechnungsfähigkeit selbiger gäste.
w e i l :
am tag,als diese familie die post bekommen haben müßte hat, schreiben sie mir eine email, in der sie sich mit namen und familienkonstellation vorstellen (als würden wir uns nicht kennen) und für den eigentlich vorgebuchten zeitraum um ein unverbindliches angebot bitten.
spontan schicke ich kein angebot, sondern einen dreizeiler fünfzeiler. darin bitte ich die potentiellen gäste doch diesmal nicht wieder angebot und reservierung zu verwechseln. das hatten wir ja schon mal.
keine reaktion.
gestern ruft die frau an. sie freut sich über unser angebot
und meldet sich bald.
ja sind die schizophren oder ich???
manche menschen sind so dämlich kompliziert, dass ich mich manchmal frage, wie sie so groß geworden sind, ohne voher zu verhungern/sich zu verlaufen/an einer eingebildeten krankheit zu sterben und/oder für sterbeh.ilfe an pumperlgesunden verwandten verurteilt zu werden…
solche menschen beschimpfen mich, weil sie die pdf datei auf der homepage nicht lesen können. “das ist hier alles so winzig klein geschrieben!”
für eine ganz große denkerin muß ich etwas ausholen:
es gibt (gott sei dank) schon einige winterwochen 2008/2009, in denen wir keine zimmer mehr frei haben. trotzdem informieren wir jedes jahr im herbst die gäste aus der kartei (alle, die irgendwann schon mal da waren und nicht ausdrücklich kein mailing bekommen wollen) über die kommende saison.
idealer weise rufen die gäste dann an oder schicken eine mail (ganz altomodische schicken auch noch unfrei ansichtskarten mit kätzchen drauf) und fragen, ob in der gewünschten urlaubswoche/an dem wochenende noch das gewählte zimmer frei wäre.
wehe. ausgerechnet in der einen (von 14!) wochen, die sich diese dame ausgesucht hätte, ist eben überhaupt nichts mehr frei. dann muß ich mich schon mal ordentlich beschimpfen lassen, warum wir ihr dann überhaupt was zuschicken… meine entschuldigung, dass wir ja nicht wissen können, dass es gerade diese eine woche sein wird, in der sie uns beehren möchte, läßt die dame natürlich nicht gelten und knallt den hörer auf…
mein persönliches kuriositäten highlight sind regelmäßig (!!) die gäste, die mir beim bezahlen nach ihrem einwöchigen urlaub (samstag bis samstag) mit ihren fingern vorrechnen, dass sie nur 6 tage da waren und sicher daher nicht 7 bezahlen werden… manche halten dann plötzlich noch 8 finger hoch ![]()
tu ich mich, wenn ich beim gemütlichen mittagschill auf meiner offensichtlich privaten terrasse von einem wanderer nach dem weg gefragt werde, für die auskunft von meinem tisch aufstehen und zum zaun gehen muß gehe, dann angemotzt werde, warum ich den shuttelfahrplan nicht im kopf habe und warum hier überhaupt alles so schlecht beschildert ist. ich brauch nicht extra erwähnen, dass der typ noch während meiner erklärungen weitergegangen ist und sich weder bedankt noch verabschiedet hat.
und darum habe ich auch kein schlechtes gewissen, dass ich ihm noch ein beherztes sch.eißp.iefke hinterher gerufen habe. ![]()
wer ein hochgradig systemloses systemgastronomie etablissement (sprich: eine überforderte filiale des gelben ems) erleben will, sucht dieses an einem fenstertag samstag irgendwann im august oder september auf. frische lehrlinge und praktikanten steigen sich hinter den kassen planlos gegenseitig auf die füße, nicht ohne dabei flirtpotential auszuloten und sich bei den pommes und am salatschränkchen flüchtige liebesh.ungrige blicke zuzuwerfen. ganz, ganz lustig wird es mit zwei supereilig superhungrigen kindern im schlepptau, die vor lauter ungeduld ihre bestellung zigmal umwerfen und die handtasche der vorderfrau anknabbern…
warum in aller welt vergessen wir immer wieder, dass ein bummel in der landeshauptstadt MIT den kindern eine furchtbar mühsame angelegenheit ist? wie nennt man das? stressdemenz? trotzdem oder deswegen habe ich in einem geschäft doch etwas für mich gefunden. wenn ihre superschnell alternierenden bedürfnisse (essen, trinken, klo) wenigstens meine kaufsucht bremsen würden
aber auch vom schaufensterscheiben leckenden sohn konnte ich diesmal nicht am geldausgeben gehindert werden.
wenn sich menschenmassen in einem geschäft die dort angebotenen waren gegenseitig aus den händen reißen, ist das produkt trotzdem nicht gratis.
italienische autofahrer auf unseren strassen sind eine noch größere plage als holländer (mit oder ohne wohnanhänger). vollbremsungen auf autobahnauffahrten, plötzliches stehenbleiben vor schildern (auch auf autobahnen) -manchmal sogar rückwärtsfahren ebendort- und cruisen unter 50 km/h auf bundesstraßen ohne beschränkung sind keine seltenheit und in meinen augen gemeingefährlich.
[btw:
1) schon wieder karten für ein b.ayernspiel in der allia.nz ar.ena... wer wird denn da nein sagen?! wer spielt den überhaupt? muß mal googlen...
2) wie erkläre ich einem neugierigen 3jährigen, was diese dam.enbinden in der fernsehwerbung sind, und warum er die nicht haben will braucht, obwohl sie so nach papierflieger aussehen und "schöne tage" versprechen?]
wir suchen mitarbeiter für die kommende wintersaison. man kann nie früh genug damit anfangen.
da rufen frauen an, die schon am telefon scheinbar absichtlich patzig sind, damit wir sie nicht auch noch für einen arbeitsamtstempel ein vorstellungsgespräch hier herauf scheuchen.
gerade eben hat ein gespräch von bewerberseite mit dem satz geendet: “ja es wird ja eh nicht klappen. aber nur damit sie meine nummer haben.”
letzte woche legte meine mitarbeiterin irritiert auf, als sie vor einer begrüßungsfloskel (von einem vorstellen konnte überhaupt keine rede sein) schon mit fragen bombadiert wurde. das wichtigste: “wieviele stunden und was verdiene ich?” und “eins sag ich ihnen gleich. an silvester, am 1. jänner und um weihnachten rum will ich frei haben.” (gut, dass sie nicht schon ostern verplant hatte)
keiner scheint es nötig zu haben, sich verkaufen zu müssen. seine/ihre fähigkeiten gehen uns anscheinend nichts an. himmel! entweder suche ich arbeit, oder nicht!
sorry. mir platzt da echt der kragen. erwähnte ich schon mal, dass man im gastgewerbe in einem saisonbetrieb eben NICHT samstag und sonntag frei haben kann? ausschlafen an neujahr geht auch nicht… ist das nicht irgendwie logisch???
[noch was: hier (weil tourismusregion) haben die kindergärten auch in den ferien (außer den richtigen feiertagen) geöffnet. die meisten hier leben noch in einem mehr-generationen-haushalt mit omas und tanten unter einem bauernhofdach, sodass zumindest kinderbetreuungstechnisch ein kleines netzwerk funktionieren dürfte. das sieht man auch daran, dass die kinder, die hier in die krippe gehen, fast ausschließlich die von zugezogenen und selbstständigen sind. später in den kindergarten, werden manche ableger auch nur gebracht, damit ihre mütter sich bis mittag im café nebenan rauchend und proseccotrinkend die zeit vertreiben können.]wenn ich gemütlich auf der terrasse (teilweise- aber immernoch deutlich sichtbar - hinter einem rosenstrauch) sitze, und die ostdeutsche kellnerin vom nachbarhotel irgendwelchen dahergelaufenen wanderern (scheinbar bayern) vor meiner nase unsere gesamte familien-fimen-saga auftischt… dann finde ich das sowas von seltsam. wußte garnicht, dass unser leben so interessant ist.
und am liebsten wäre ich hingegangen und hätte die bagage gefragt, ob ihr noch irgendwelche details fehlen ![]()
es wird wieder winter. zumindest jobtechnisch schickt die kommende saison in stilkes grusel- und kuriositäten- anstalt ihre vorboten. das süße fastnixtun leben ist vorbei. ich weiß eh, dass ihr schon sehnsüchtig drauf wartet, dass hier wieder was passiert.
der airport von meinem apfel ärgert mich seit freitag. ich komm in unser geschütztes netz nicht rein und auch tausendmaliges router neu starten und netzwerkeinstellungen neu eingeben bringt nix.
der mensch, der es gestern über die fernwartung den ganzen vormittag probiert hat, meldet sich auch nimmer…
ich glaube, der google reader hat was. oder schreibt ihr grad wirklich alle so wenig? und wenn ja, liest dann überhaupt noch wer???
also buch hatte ich von euch optimismusinfiziert dann doch noch eines in den koffer geschmissen. so “langweilig” wurde mir dann aber auch wieder nicht. immerhin habe ich zwei zeitschriften durchgeblättert und kurze artikel darin auch gelesen.
trotzdem war dieser urlaub um vieles (man könnte sagen um lichtjahre) entspannter, als die bisherigen mit den beiden. die ersten eineinhalb jahre sind wir ja praktisch (bis auf bayern) nirgends gewesen, aber seitdem waren unsere übernachtungsausflüge schon recht stressig. das ist jetzt vorbei scheint jetzt vorbei zu sein und ich möchte allen, die sich gerade mit zwei kleinstkindern plagen abmühen und an der verzweiflung vorbeischrammen mut machen.
es wurde wird!
die gästemischung am strand hat mich auch sehr gut unterhalten: neben meinen amerikanern, viele viele engländer (achtung auf den gängen im hotel und auf den treppen: akute crashgefahr mit linksverkehrlastigen war angesagt), russen und die dazugehörigen püppchen und einige italiener, die den rekord im dauerbrutzeln aufstellen wollten.
gerade, als ich mir dachte, dass es langweilig werden könnte ich hole jetzt das buch raus, riss sich mein sohn die dreijährige italienerin von der nachbarliege auf, und ich durfte fortan kleinkindstrandspielsimultanübersetzen… sohn wollte irgendwie nicht verstehen, warum ihn francesca nicht versteht und wurde darum immer lauter. zu seiner schwester, als diese die kleine direkt ansprach: “na, die versteht uns nicht. die ist italienisch.” dann zu dem mädel gerichtet gebrüllt, als hätte diese ein problem mit den ohren: “gell, du verstehst uns nicht!”
am dritten tag fand ich an meinen unterschenkeln eine kleine feine haarstraße, die ich scheinbar duschschaumerblindet übersehen hatte
. meinen mann fragte ich entsetzt, warum er mir das denn nicht gesagt hat. die antwort: “ich dachte das gehört so und du machst das wie die bauern beim maisfeld und läßt eine reihe stehen.”
natürlich war es schade um die rund zwei tage, die wir durch das fieber “verloren” hatten. und es sind auch viele tränen geflossen, als es hieß, wir müssen vielleicht schon früher wieder heim. aber wir haben ja nochmal die fieberkurve gekratzt.
heute muß ich mal wieder was arbeiten. auch wenn ich lieber damit spielen würde
(angezogen) die rückseite ist weiß und unverkratzt und soll es auch bleiben.
einen schönen tag euch allen!
und zwar aktenzeichen. hammer. zum ersten mal seit schätzungsweise 25 jahren vielen, vielen jahren wieder gesehen. darum bin ich auch jetzt auf “freitag”. verzeiht, wenn ich noch ein schönes wochenende wünsche.
der moderator ist ja ein echter hingucker gewinn zu freund zimmermann (von seiner adoptiv(!!!)tochter reden wir erst gar nicht). der neue hätte es verdient, eurovisionstechnisch verbreitet zu werden.
seltsam, dass die inszenierungen der ungeklärten (!!!) verbrechen immernoch so ein unheimliches unbehagen bei mir verursachen. gleich wie damals. dieses bröckeln am sicherheitsgefühl, und mein empfinden dabei, hatte ich vollkommen vergessen. fest steht seit eben: es lebe das internetbanking. bei so vielen ungelösten (!!!) banküberfällen sollte man bankfilialen so gut es geht meiden.
[mit söhnchen geht es aufwärts (danke für die guten wünsche!). heute den ganzen tag fieberfrei und ohne schmerzmittel. und man stelle sich vor: am vormittag sind wir noch unter möbeln gesessen und haben ewig lange über die sinnhaftigkeit von medizin diskutiert, bevor er sie sich unter der androhung von polizeilicher gewalt sanktionen unter dicken tränen beiderseits verabreichen hat lassen. am abend dann beim anblick der flasche: "ok mama, dann nehm ich sie halt." alsob es das normalste auf der welt wäre. da kenn sich einer aus...]
schönes wochenende!
ein wochenende mit family, volksfest und hochzeit ist vorüber. im moment ist mir nicht wirlich nach bloggen. wird schon wieder. (ich sollte vielleicht den soundtrack von kirschblüten nicht zu oft anhören)
söhnchen hat sich eine angina eingefangen und die nächsten zehn tage haben wir dreimal täglich einen schweren kampf auszufechten. der kampf hat einen namen: antibiotika-einnahme. warum gibt es die medizin nicht mit pommes- oder schnitzelgeschmack? der kleine extremst jammrige kerl mag doch nix süßes und würgt sich einen ab.
edit: aber ich lese euch so gut es geht alle!!!!
hier gibt es einen beinahe schon zu regionalen, bundeslandweiten radiosender. er glänzt vor allem durch ultraseichtes schlagergedudel, gottesdienstübertragungen in minderheitensprachen und verkehrsnachrichten bei denen vor behinderungen durch landwirtschaftliche nutzfahrzeuge gewarnt wird. in den nachrichten werden verkehrsunfälle so gründlich recherchiert, dass der geneigte hörer auch details aus der bisherigen krankengeschichte die krankenheilanstalt mit zimmernummer des gerade tragisch verunfallten erfahren kann.
außerdem wird ein netter service für frustrierte gelangweilte schwiegermütter hausfrauen und alle mit einer geburtstagserinnerungsschwäche geboten. es wird zu jahrestagen und geburtstagen gratuliert. und zwar ausgiebigst. da wird der peppitant in oberübernuntermbach live on air zum achzigsten wiegenfeste gratuliert, und die gute wirkt leicht gestresst, weil sie wegen dem anruf vom stall ins haus rennen mußte… “ha woß? ja i. manen se mi?”
so begab es sich vor einigen tagen, dass auch einer frau E. mit nachnamen wie ich zum 65ten gratuliert wurde. von dieser frau E mit meinem nachnamen gibt es - das muß man wissen - eine neuauflage. frau E. nachname wie ich 2.0. also auf wenigen quadratkilometern zwei, die genau gleich heißen (vor- und nachname). die eine E i s t, und die andere E w a r mit dem vater meines mannes verheiratet.
[an dieser stelle brauchen wir nicht über diesen netten zufall diskutieren. er hat in den vergangen jahren immer wieder für verwirrung gesorgt (von falsch zugestellten reisepässen bis zu vertauschten kontoauszügen)].
“meinen sie die alte, oder die neue?” frage ich darum öfter. das kann aber ein radiohörer nicht fragen und beim gratulieren kommt das auch nicht soooo gut: “wir gratulieren heute der alten frau E. nachname wie stilke zum 65.” diesmal haben diese umstände dazu geführt, dass das handy der “jetzigen” vor lauter glückwünschen nicht mehr stillstehen wollte, obwohl sie im märz geboren ist…. viele entfernt bekannte fühlten sich vom radio dazu animiert, noch schnell “alles gute” zu wünschen. der ein- oder andere soll auch bemerkt haben, dass sie für 65 aber noch recht gut beieinander sei (kunststück, sie ist ja auch noch keine fünfzig…). wir haben sehr gelacht.
mein dreijähriger schmuser ist derzeit ein stubentiger eine katze.”mama, ich bin kein kind. ich bin eine katze.”
egal, was ich sage, von ihm kommt ein “miau“.
zum beispiel so:
ich: “schatzi, zieh dich bitte an.“
sohn: “miau. sagen wir, das miau heißt ja.“
ich: “zieh dir auch die socken an.”
sohn: “miau. sagen wir, das miau heißt ja.”
ich, weil ich sehe, dass er sich furchtbar abmüht: “kannst du sie alleine anziehen?”
sohn: “miau. sagen wir, das miau heißt nein.”
gestern abend also, so wie immer, nochmal zu den kindern rein geschaut, bevor ich schlafen ging. sohn lag abgedeckt und quer schrägst im bett und ich hab ihn zurechtgebogen. er bäumt sich schlaftrunken auf und sagt - na was wohl?
“M I A U!”
naja beinahe.
da schaue ich nichts ahnend aus dem fenster. leider ohne gezückte videokamera. kann ich doch nicht ahnen, welches naturschauspiel sich mir gleich bieten wird:
zwei damen älteren semesters. typ kaffeefahrtjunkies stehen dort und umzingeln ein braunweiß geschecktes kälbchen. wir haben hier almgebiet und die armen tiere sind so wehrlos der naturhautnaherfahrungsgeilen touristenschaft ausgeliefert. kein zaun trennt die viecher vom volk und umgekehrt.
die beiden wandererinen sind relativ bergunüblich mit handtasche und gesundheitshalbschuhen ausgerüstet und beginnen sich gegenseitig dabei zu fotografieren, wie sie das kälbchen streicheln. aufgrund der entfernung konnte ich leider nicht hören, was sich die höchst amüsierten omis dabei so erzählten. sie benahmen sich jedenfalls wie teenager, die das erste mal einen mas.sagestab in der hand haben.
plötzlich kommt eine auf die glorreiche idee, dem jugendlichen rindvieh die hand vors maul halten zu müssen. das kälbchen schnappt sich die hand und saugt wie wild drauf los. der halbe arm verschwindet im kuhmaul und mit der freien hand klatscht sich die mutti vor vergnügen auf die schenkel.
natürlich scheint die andere urlauberin auch diese erfahrung machen zu wollen („ich will auch daheim erzählen, dass ich meine flossen in einer kuh hatte.“ oder so ähnlich) und hält auch ihre ausgestreckte faust hin. das kalb wartet nicht lang zutztelt munter auf unterarm von mutti nummer zwei rum.
und was jetzt kommt, war von mir schon erwartet und auf jeden fall vorhersehbarer als der einzug der deutschen ins finale. in meinem kopf höre ich die spannungsmusik vom weißen hai und dann- trotz der entfernung und des geschlossenen fensters- ein schrilles „AUA!“
während sie noch gemeinsam ein taschentuch um eine scheinbar leicht blutende wunde banden, fanden sie das nette tier plötzlich garnicht mehr so süß, hatte ich den eindruck. nichtmal mehr umgesehen haben sie sich, beim weggehen. (es wäre ein grenzgeniales youtube spannervideo geworden. so mußte ich es euch leider beschreiben…)
gestern abend noch, bis zum einbruch der dunkelheit, kreiste über uns und zwischen den nahen bergen ein hubschrauber. unter unserem fenster versammelten sich polizei und bergrettung. beim nachbarn sind gäste nicht nach hause gekommen…
als wir vor einigen jahren noch sommergäste hatten, gab es einen deutschen hochschulprofessor mit frau und vier kindern (oder waren es fünf?) bei uns. ein spleeniger unsympathischer typ, der zwar keine ahnung vom bergsteigen oder gar klettern hatte, aber ständig alleine (!!!!) irgendwelche schwierigen gipfel anpeilte.
eines tages gegen abend, mein mann war nicht zu hause, kam seine frau in tränen aufgelöst zu mir und meinte, sie hätte angst, dass ihm etwas passiert sei, weil er noch nicht zurück ist. die kinder ebenfalls aufgelöst im schlepptau, saß die sippe heulend und schluchzend in der lobby, während ich mit bergrettung, almhütten und polizei telefonierte. dort wurden alle hebel in bewegung gesetzt und eine suchaktion gestartet.
irgendwann, nachdem es schon stockfinster war, kam der herr professor mit seinem volvo vorgefahren bei der türe rein und beschimpfte zuerst seine frau, warum sie so hysterisch ist, und dann mich, warum ich mich in seine angelegenheiten einmische. es stellte sich heraus, dass er eine autopanne hatte, und nicht einmal daran gedacht hatte, eventuell anzurufen und seine familie zu informieren. (damals waren handys noch nicht so verbreitet)
wollen wir hoffen, dass die seit gestern vermissten nicht beim anderen nachbarn unter den tisch gesoffen wurden bald wieder auftauchen, weil der hubschrauber ist wieder da.
edit: inzwischen könnte man hier mit dem hintergrundgeräusch vom hubschrauber platoon neu vertonen. die zwei vermissten sind schon recht betagt (80 und 73 jahre alt) und haben das handy im zimmer liegen lassen… daumendrücken!!!
edit II: inzwischen ist die feuerwehr und die italienische bergwacht auf den beinen. es zieht ein gewitter auf. schöne sch.eisse. bald wird es wieder nacht.
bis der besuch aufschlägt. außer die sind so pünktlich, wie ich es immer zu sein pflege, dann sind es nur noch zweieinhalb stunden. darüber denke ich jetzt aber lieber nicht nach.
ich bin noch nicht geduscht.
muffins (die unappetitlich lilanen) sind gebacken. (ein hauch löffel mehr backpulver wirkt wunder!)
das wohnzimmer ist so gut wie möglich “begehbar” gemacht (die bobbycar-hürden zu bezwingen, trau ich dem besuch gerade noch zu.) die berge spielzeug werden dem weiblichen part des besuchs sicherlich ein “ihr habt es aber gemütlich.” entlocken.
ein berg wäsche wartet noch darauf, dass ich ihm an den hemdkragen gehe.
ins büro muß ich auch noch.
und ich darf nicht vergessen, unter dem esstisch gründlichst zu saugen. sonst können wir während des essens (wahlweise barfuß oder sockig) “ich fühle was, was ich nicht kenn…” spielen. gerüchten zu folge haben dort vertrocknete pommes schon jahrestag gefeiert.
schönen tag, blogdorf!
…eigentlich mit den engeln? werden sich manche schon gefragt haben. noch sind sie hier bei mir. und endlich ließ das bisher unfreundliche wetter einen freigang der beiden zu. soll ja nicht hinterher heißen, wir hätten den austauschengeln nichts geboten…
und so machten wir uns -mit hilfe moderner aufstiegshilfen- auf in die berge.
dahin, wo noch schnee liegt…
snow with a view:
hochalpin quasi…!!!
und anschließend noch ein kleiner ausflug in die örtliche botanik:
ich nenne es “die engel im rausch”
(für dieses bild habe ich übrigens unzählige, vom vorjahr unter der erst kürzlich abgetauten schneedecke konservierte kuhfladen überquert, und zu fuß mindestens zehn fünf höhenmeter zurück gelegt
)
ich will lieber nicht ausprobieren, wie wasserfest die kleinen fragilen besucher sind. sie leben noch
beweisfoto:
maniküre, pediküre, facial - alles indoor versteht sich
nur mit dem french lack war die kosmetikerin bei diesen zierlichen händchen leicht überfordert
hab/hätte auch ein kleines filmchen (bei weitem nicht so professionel wie vorhergehende engelfilme und am ende mußte ich leider mich selbst “abwürgen”, weil ich einfach zu sehr lachen mußte, über mich - im bademantel auf dem balkon kniend und die potentiellen zuschauer vor ort…).
und wie bei der sendung mit der maus: das war dialekt ![]()
keine angst. den engeln geht es gut und ich muß keine doofe ausrede erfinden, warum sie mir entwischt sind oder so.
a b e r : sonntag mittag hat geschrieben. naja nicht der sonntag. der jurist mein ich natürlich. auf richtig tollem briefpapier mit einer halben seite voller titel und “ich war schons“. zum beispiel war er schon mal in oxford
angeblich sogar dort auf der uni. das erklärt einiges
für mich klingt das alles eher so, als hätte er mehrere semester in palermo absolviert…
warum?. mein mann hat sein kaufangebot/weinreservierungsgesuch zum anlass genommen, um einmal die allwis.sende müll.halde zum thema und vor allem zum aktuellen preis des wunderweins zu befragen. und dabei wurde ihm doch etwas “anders”. es stellte sich nämlich heraus, dass der kerl sehr wohl weiß, warum er versucht, gerade uns über den tisch zu ziehen ein geschäft vorzuschlagen. der aktuelle marktwert ist nämlich schon ein vielfaches unseres preises auf der preisliste (vom vergangenen winter). außerdem kündigt er in seinem schrieb an, dass er den wein natürlich nicht bei uns trinken, sonder mit nach hause nehmen wird… so war das nicht abgemacht
und jetzt wissen meine leser, mein mann und ich natürlich eines: wenn einer den wein kaufen wird, dann ganz sicher nicht dieser typ und vor allem nicht so billig preiswert.
stilkes geschreibsel der höflichen aber abweisenden art ist also gefragt. und so brüte ich jetzt an einer ausrede, warum es nix gibt, für den herrn anwalt…
…zuerst die arbeit, dann das vergnügen:
bevor ich hier noch der engelrechtsverletzungen angeklagt werde, ein beweiß, dass die gewerkschaftlich geregelten ruhezeiten für beflügeltes himmelsvolk auch eingehalten wurden:
dies bedeutete leider, dass es nix war, mit gntm-schauen für die zwei (mädels?). (wer von meinen vorgängern hat denn bitteschön diese mode einreißen lassen???) das ist doch nichts für kleine engel *augenbrauenhochziehundlippenkräusel*
heute steht nochmal “stilke bei der arbeit helfen” auf dem programm, bevor wir morgen in ein wohlverdientes spa aufbrechen… bleibt dran!
die engel und die stilkefamilie bekommen heute pizza. und zwar nach zwei mutig kombinierten teigrezepten.
zum einen das rezept unserer alten freundin ich-knet-mir-einen-wolf-cynthia. zum anderen der tipp von james-gib-honig-dazu-baby (auf dessen pizzateigrezept ich bisher schwor), … mal schaun
cynthia schaut ja da oben eher skeptisch
aber keine angst, ich laß die kinder vor den engeln probieren!
sonntag mittag. auch hier (wer hätte das gedacht) wurde heute die grill.saison eröffnet. aber unternehmeralltag kennt keine sonntage und wenn auch die ganze woche das telefon so gut wie tot ist (und ich mich manchmal schon selber anrufe, damit ich sicher sein kann, dass es nicht kaputt ist) kann man sicher sein, dass es beim gemütlichen sonntäglichen familien mittagessen läutet. murphy halt.
und damit das telefonat auch “was her gibt” und nicht einfach eine zimmeranfrage ist, läßt sich der liebe gott der beherberger und hüttenwirte in den alpen auch wirklich was einfallen.
heute:
ich: “hotel xy grüß gott.” (mit meiner superduper animierstimme, die einige von euch ja jetzt kennen - meine kinder brüllen unmelodisch im chor dazwischen: “schieb mich an!” und meinen auf der schaukel. mein mann steht am grill und schreit zu den kindern rüber: “bsssst! die mama telefoniert!” ich profi voll konzentriert ich versuche den anrufer zu verstehen und höre mich bei dem krach nicht mehr selber denken)
anrufer: “störe ich?” wartet natürlich nicht erst ab, dass ich was darauf antworte, und schießt gleich hinterher “hier ist rechtsanwalt keineahnungnamevergessenhab. ich bin hier gerade auf ihrer homepage und mir gefällt ihre weinkarte so gut. genauer gesagt, der wein mit der nummer habichauchvergessen. haben sie den noch? ich bin weinsammler und würde eventuell bei ihnen urlaub machen, wenn sie den wein noch haben.”
ich: “sagen sie mir bitte den namen des weins, ich kenn die nummern nicht auswendig.”
anrufer: “es ist ganz einfach der teuerste auf ihrer karte. er kostet euro sagichnichtsonsttrifftmeineleserderschlag.”
ich: “sagen sie mir bitte den namen des weins, damit ich das überprüfen kann.”
der anrufer rückt endlich mit dem namen raus und ich halte das mikrofon am handy so gut es geht zu und brülle meinen grillenden mann über die kreischenden kinder hinweg an. “du hamma den wein (siehe oben) noch? da ist so ein pie.fke standesbewußer deutscher jurist dran, der VIELLEICHT bei uns mal wohnen will, wenn …” mein mann antwortet: “ja. wos isn des für a depp?“
auf meine positive antwort hin, wollte der typ “ich bin aus dem rheinland. ich würd bald vorbei kommen” sich am liebsten in sein cabrio setzen und morgen vorbei tuckern. er war richtig enttäuscht, als ich ihm schonend bei brachte, dass er sich noch ein paar monate gedulden muß, bis wir ihm dieses leckerli verticken hier kredenzen. (dabei hatte mein mann den guten tropfen vor allem deshalb eingelagert, weil es der söhnchen- jahrgang ist…)
also wenn der dann kommt, dann berichte ich euch natürlich, ob der wein die erwartungen erfüllen konnte und ob wir dem herrn recht.sanwalt fein genug waren…
und dann gleich drama²!
die mama ist ganz schön ange.schissen aufgeschmissen, wenn:
töchterchen zwar unbedingt eine brille haben will - aber go.ttseidank keine braucht…
…und söhnchen zwar unbedingt eine braucht - aber um him.melswillen auf gar keinen fall und überhaupt und sowieso dem geschrei nach nur über seine leiche jemals eine aufsetzen wird….
und wenn beide dann meinen, ihren willen mit ohrenbetäubendem geschrei, laufenden rot.znasen und beindruckend üppig tränenden augen durchsetzen zu müssen. ja dann tran.spiriert mama im eigentlich klimatisierten optikerladen unseres vertrauens (weil eh kein anderer weit und breit) auf teufel komm raus.
dabei hat sich der nette mann dort echt viel einfallen lassen: von gemeinsamen puckbrillen zusammeschrauben, über teddybären bebrillen. und mama hat alle bestechungsgeschütze aufgefahren, die halbwegs realistisch waren “du wolltest doch schon immer einen tretgabelstapler…” plötzlich wollte er überhaupt nix mehr
da soll noch einer sagen, dass man beim bloggen nix lernt: im schweiße meines angesichts (siehe oben) habe ich heute beschlossen, mir eines dieser brandneuen, auf dem kopf stehenden ihrwisstschonwas zu kaufen. und zum ersten mal in meinem leben, habe ich dabei im regal bis ganz nach hinten gegriffen (was ich sonst nur bei lebensmitteln mach) und dann auch noch nachgesehen…
[und noch eine frage in die runde geworfen: welche bewußtseinserweiternden illegalen(?) mittelchen nehmen die autoren von manch kindersendungen, damit ihnen worte wie "zombiesockensaft" einfallen?]
meine tochter hat mich befördert. und das kam so:
nach einem har.dcore kapl.awettbauen im wohnzimmer mit sohnemann als lebende abrissbir.ne, war der fußboden auf mehreren quadratmetern so gut wie unbegehbar.
dadurch fühlte ich mich veranlaßt, meine tochter auf knien anzuflehen zu bitten, doch diese holzteile wieder in die dafür vorgesehene box zurück zu räumen, bevor es abendessen gibt.
tochter: “aber mama, das brauche ich nicht aufräumen.”
mama: “doch. was glaubst du, wer es sonst weg räumt?”
tochter: “der liebe gott.” mit voller überzeugung.
mama: “wie kommst du denn daaaa drauf?” etwas entsetzt.
tochter: “naja. wenn ich schlafen geh´ist hier oft der totale sa.ustall. und wenn ich in der früh wieder runter komm, dann ist alles aufgeräumt.”*
mama: “glaubst du nicht, dass ich da in der zwischenzeit aufräume?” schmunzelnd
tochter: grinst breit “ja dann bist du ja der liebe gott.”
*nicht, dass sie mich noch nie aufräumen hat sehen. und nicht, dass ich sie noch nie hab´ helfen lassen… ich denke, dass diese logische schlußfolgerung daher kommt, dass die oma in dem zusammenhang gerne vom “heiligen geist” spricht. und das kind scheint die dreif.altigkeit nicht wirklich zu interessieren
)
die ball.erinadichte war die niedrigste, die ich seit langem in diversen städten beobachtet habe. (auch leg.gings waren kaum zu sehen) das vorherrschende schuhwerk war publikumsbedingt die klassische birke.nstocksa.ndale oder das entsprechende trecking model. diese scheinen sich durch besonderen ponti-grip bewährt zu haben. so viele bayerische oberstu.dienräte mit familie habe ich noch nie auf einem haufen gesehen. (und deren kinder hatten so schöne namen wie adrian, quirin und xenia)
(eine seltenheit. ein beinahe lehrerleerer menschenleerer platz)
wir hatten wahnsinniges glück mit dem wetter. angenehme 20 °… unbeständig vorhergesagt, war es bis eine haltestelle vor dem parkhaus absolut trocken. erst da fing es leicht zu tröpfeln an, um dann am heimweg auf der autobahn zu schütten. (dabei hatten wir keine engel dabei
)
die interior designer der gondeln hatten sich offensichtlich von der ausstattung diverser chinarestaurants inspirieren lassen. (manche gondelfahrer, so sie nicht gerade mit heavy chilling beschäftigt waren, wollten uns auch durchaus als kunden gewinnen, lieber moritz papa)
zum lecker schmausen hatten wir uns hier nieder gelassen. nachdem ich auf der suche nach dem lokal schon im geiste angefangen hatte, peter maffay zu intonieren..

rialto schaut man sich besser von der ferne an
…pflastern seinen weg… ( schwesterherz und zart besaitete bitte das zweite bild übersehen)


unsere gottgewollten aussertürlichen lebensumstände lassen uns manchmal aber keine wahl.

und so müssen wir notgedrungen in den lebensraum von insekten einbrechen. (wo das käferthema grad so im kommen ist)
apropos modern: auch hier ist inzwischen das lukullischere appetitlichere exemplar der bloggerbuchempfehlungen eingetroffen…

laßt euch sagen: marillen aprikosen statt äpfeln sind auch lecker!
hier also, wie bereits verheißungsvoll angekündigt, meine muttertagsgeschenke… (doppeltes mutterglück bedeutet auch doppeltes geschenkeglück, doppeltes freuen, doppeltes geküsse usw. nur gedicht bekam ich überhaupt keines aufgesagt, “ach mama, das haben wir doch schon am wandertag gemacht“)
sehr, sehr praktisch (viel praktischer als asch.en.be.cher) kleine töpfchen mit kräu.ter.sal.z inkl. löffelchen
links das vom söhnchen und rechts “verspielter” das von töchterchen.
die tiegelchen haben es sich (wie man sehen kann) schon in der küche gemütlich gemacht.
habt alle einen schönen tag!
in slowenien scheinen leggings, ballerinas und teilweise leg warmers mit silberglitzerwolle (!) eine art uniform zu sein. sogar meinem sonst modisch recht uninteressierten angeehelichten begleiter (der, der mich so großzügig bei laune hält) ist das aufgefallen.
morgen wünsche ich allen müttern einen schönen muttertag und rufe dann zum kollektiven “zeigt her eure staubfänger bastelarbeiten stöckchen auf” meine tochter hat sich heute schon leicht verplappert: “ich hab was getont -kurze pause, weil sie das irgendwie garnicht so direkt sagen wollte- aber was, das sag´ ich nicht.”
allen “nichtmüttern” wünsche ich einen schönen sonntag! freut euch, dass ihr kein gerümpel keinen von erzieherinnen gebastelten kitsch geschenkt bekommt, das den ihr dann aus übertriebener, mütterlicher sentimentalität jahrelang nicht entsorgen könnt…
(zu meiner zeit war es ja noch “politisch korrekt” asch.enb.echer zu tonen. meine mama hat die dinger immernoch irgendwo in ihrem inzwischen nichtraucherhaushalt rum stehen. )
isch bin ja so uffjeregt!
hier noch ein paar bilders von gestern aus leggingcity:



































