luna in piena

Januar 14, 2009 at 9:14 | In Alltag, eigenheiten | 5 Comments

tyndra will wissen, welche auswirkungen der vollmond auf die menschen hier auf dem berg hatte und jedesmal hat.  wie soll ich es beschreiben?

am besten charakterisiert es der in gastgeberkreisen gängige begriff “säufersonne”. am abend haben die meisten gäste besonders gutes sitzfleisch. die konsumationen schnellen in die höhe. manchmal werden aber auch gelage in den zimmern veranstaltet und die stubenmädchen haben am nächsten tag einen besonders grausligen unangenehmen job und dürfen außerdem tonnen von leergut aus den zimmern entfernen.

die mitarbeiter feiern party und randalieren auch manchmal. es soll schon vorgekommen sein, dass veilchen und kratzer plötzlich über nacht sichtbar werden. pärchen trennen und versöhnen sich. eifersuchtsdramen spielen sich bevorzugt in diesen nächten ab.  saisonkoller und die runde scheibe am himmel in kombination sind schrecklich. manche langzeit-stamm-mitarbeiter wollen auch im vollrausch spontan mitten in der nacht kündigen und rufen uns am handy an. andere haben plötzliche, lebensbedrohliche erfundene krankheiten und wollen dies auch zwischen 0 uhr und 5 uhr morgens per sms oder anruf verkünden.

und der gag ist: ich brauch gar keinen mondkalender. ich weiß auch so “wann es wieder soweit” ist. und böse stilkemannzungen behaupten ja, ich selbst sei an diesem tag auch etwas merkwürdig. in jedem fall reagiere ich allergisch auf die spinnereien von anderen. ich bilde mir ein, dass der vollmond hier auf den bergen besonders intensiv empfunden wird. schließlich ist man ja auch näher dran ;-) .

5 Kommentare »

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  1. mhm. ich merk den vollmond auch immer. da kommen sie wieder alle aus ihren höhlen gekrochen ;) ))

  2. Mir ist schon oft aufgefallen, dass die Leute alles auf den Mond schieben :-)
    Als würde ihnen dann jeder Verantwortung abgenommen

  3. Mensch dann nutz doch mal die Gelegenheit und schiess ein paar blöde Gäste und stinkfaules Personal auf den Mond!!!

    Die Gelegenheit ist günstig :-D

  4. Mir hat vor langer Zeit eine Altstadtkneipenbedienung gesagt, bei Vollmond saufm dLeit des Doppelte. Seitdem hab ich ganz unabsichtlich bei meinen gastronomischen Ausflügen (auf der richtigen Seite der Theke) drauf geachtet und es für eine self-fulfilling prophecy gehalten. Dass es sich doch so erheblich auswirkt, dass gleich ein Wort wie Säufersonne dabei entsteht, is mir jetzt neu. Wow.

    Aufgabe: Im Lauf der nächsten Woche das Wort Säufersonne dreimal sinnvoll unterbringen :)

  5. wolf… deine oder meine aufgabe. ich hoffe deine!!! (auf see wurde ja sicher oft gesoffen ;-) )


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