suche hirn im internet

Dezember 20, 2008 at 9:27 | In Alltag, Arbeit, peinlich | 6 Comments

ich sitze beim abendessen und sehe einen mann zur türe rein kommen und höre wie er meine damen im büro nach dem übernächsten nachbarhotel fragt. leider sehe ich nicht direkt hin. darum wundere ich mich, dass er dort ganz lange stehen bleibt. es wird ruhig.

mein bedürfnis nach nahrungsaufnahme wird immer geringer. dafür wächst die neugierde. also beschließe ich, mal nachzusehen, was diesen menschen dort so lange aufhält. die attraktivität und der charme meiner mädels kann es nicht sein, außer er steht auf weiße schuhe und augenbrauenwildwuchs.

ich sehe meine zwei damen hektisch am computer tippen und frage, ob ich behilflich sein kann.

der mann schaut mich genervt an und sagt: “ich suche das hotel zur selbstverwirklichten hauptschuldirektorin*.”

meine damen sagen: “wir schauen grad nach, wo das ist.”

ich sag: “das ist das übernächste gebäude auf der rechten seite.”

er sagt zu den damen: “WAS? und das wissen sie nicht?”

so direktes negatives feedback ist schon was gemeines. und ich bin froh, dass er so entsetzt reagiert hat. so konnte ich mir die 35. predigt für diesen tag sparen und der lerneffekt war hoffentlich auch ein größerer. und ich habe mich mindestens genauso geschämt wie die beiden.

* sinnig veränderter hotelname. nach einer saison ist die frau direktor wieder in ihren ursprünglichen beruf zurück gekehrt, als sie gemerkt hatte, dass der job kein sooooo gemütlicher ist. dafür schmeißt der tischler-exmann jetzt den laden.

6 Kommentare »

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack URI

  1. Najaaaa.
    Ich habe drei Jahre in einer Agentur gearbeitet und wusste nicht, wie die Firma im nächsten Haus heißt… War ja auch schließlich keine Auskunftei :D

    Gib ihnen ein bisschen Zeit.

  2. ja eh. aber nach 3 wochen und nicht mehr als 3 nachbarhäusern…

  3. Ach, trotzdem.
    Vielleicht hättet Ihr dem Fragenden ein süffisantes “Naja. Woher sollen wir das wissen? So oft werden wir nicht nach” *hüstel* ” diesem Hotel gefragt…”

    Das hätte ihm dann ein blödes Gefühl gegeben und ihr hättet Euch nicht schämen müssen :D

  4. Seid Ihr das Fremdenverkehrsamt? Solange die Damen wissen, wie das Hotel heisst, indem sie arbeiten, ist es doch ok ;)

  5. Manchmal reicht auch ein Blick aus dem Fenster – fremdschämen für die Damen und leider auch fremdschämen für den Gast, der mind. auch mal vor die Tür hätte schauen können.

    Ich kann Touris nicht leiden, die eine Woche irgendwo zu Besuch sind und ausser der Lobby und der Hotelbar und den Kontakt zu den Eingeborenen scheuen. aaaarrrrggghhh!!! (Haarerauf)

    Arme Stilke!!! Mach Dir doch ein “11880 – bei uns werden Sie geholfen” über die Rezeption.

  6. Ob da oben so viele Eingeborene rumlaufen? :D


Einen Kommentar schreiben

XHTML: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <pre> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Bloggen Sie auf WordPress.com. | Theme: Pool by Borja Fernandez.
Entries and comments feeds.