da freut sich die wirtin
März 28, 2008 at 10:06 | In Alltag, Arbeit, nachdenklich | 12 Commentsseit gestern (also diesem – für meine besucherstatistik geschichtsträchtigem tag und es ging in keinem der beiträge um s.e.x) denke ich darüber nach, ob ich mit meinem geschreibsel tatsächlich potentielle urlauber einschüchtere oder gar abschrecke. achtung, weil jetzt wird es philosophisch: sind die gäste wirklich so schräg oder schreibe ich sie schräg? denn immerhin ist es meinen “opfern” ja nicht bewußt, dass sie zu meiner/eurer belustigung beitragen. die meinen bestimmt, sie sind ganz “normal”. ja darüber grübel ich jetzt…
mitten im grübeln wurde ich gestern zunächst von einem gast gestört unterbrochen, der für heute einen blumenstrauß bestellen wollte. dann durfte ich (mehr oder weniger ungstört) die ganze nacht unter kompletter ausnützung des ehebettlichen platzangebotes weiter darüber nachdenken. als heute morgen die blumen gebracht wurden, und ich sie dem gast überreichte, passierte folgendes: er wickelt sie aus. begutachtet sie kritisch zusammen mit seiner frau und seiner tochter und streckt sie mir zurück entgegen. dann sagt er: “die sind für sie. dafür, dass sie dafür sorgen, dass immer alles so schön klappt, wenn wir hier sind.”
lange rede kurzer sinn: wenn ich also mit zu vielen “don´ts” daher kommen sollte. sowas ist ein absolutes “DO“! zur nachahmung unbedingt empfohlen
12 Kommentare »
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ich denke jeder job hat zwei seiten. um sich “abzureagieren” schreibt man bez. du eben oft über die sachen, die nerven und/oder amüsieren. das das einseitig ist, liegt daher ja in der natur der sache – du schreibst über den teil deiner arbeit, der dich (wie auch immer) beschäftigt. und hin und wieder schreibst du ja auch über “do`s!”. die einzige sache, die mir manchmal durch den kopf schiesst ist die, ob deine hotelgäste hier mal rüberstolpern. du anonymisierst zwar, aber erkennen würde ich mich trotzdem:) und zu dem schräge sein oder schräg sschreiben: ich hab da gestern erst drüber nachgedacht, als ich über die jugendlichen von mir schrieb. die WAREN schräg, trotzdem könnte man meinen, ich schreibe sie schräg. insofern glaube ich: deine gäste SIND schräg.
Kommentar von amidelanuit — März 28, 2008 #
Oooooh, das ist ja süß! *gleichmalinGedankennotier*
Kommentar von kiwi — März 28, 2008 #
Na, das ist doch mal ne nette Geste.
LG Claudia
Kommentar von Claudia — März 28, 2008 #
Ich finde viele, nicht alle, deiner Geschichten schräg. Ob die betreffenden Menschen das auch wirklich waren oder du das nur so schief gesehen hast, kann man von hier aus natürlich schlecht beurteilen.
Außerdem: Das Leben wäre doch langweilig, wenn es nur “glatte” Leute gäbe! Und du hättest viel weniger zu bloggen.
Kommentar von Martina — März 28, 2008 #
Ich kann Dich voll und ganz verstehen, Und im Blog landen ja auch nur die “schrägen” Sachen, oder? Die geballte Normalität wäre relativ schnell langweilig…
Ich habe auch jeden Tag mit den Schrägen zu tun und freue mich (fast) immer, wenn ich mal was richtig, richtig außergewöhnliches erlebe
Kommentar von Unterholzbewohner — März 28, 2008 #
Wirtinnen nehmen auch materielle Zuwendungen an? Es hat tatsächlich mal funktioniert, dass ich zur vorrätigen Klampfe ein paar Wirtinnenstrophen singen durfte und danach zechfrei gehen durfte (und ich kenn auch die anderen zwölfundelfzig
)
Kommentar von Wolf — März 28, 2008 #
Einige Deiner Geschichten sind ja tatsächlich so schräg, daß ich schon mit dem Gedanken gespielt habe bei Dir ein Praktikum zu absolvieren
, nein eher ein paar Tage Urlaub zu machen. Nur kann ich mich so gar nicht für Skiurlaub begeistern…
Kommentar von eine Familie wie andere auch — März 28, 2008 #
Das ist aber wirklich nett! Wäre es nicht noch ein Tick netter gewesen, hätte er die Blumen selbst besorgt? Vermutlich nicht und ich erwarte mir wieder ein Mal zuviel
Kommentar von Bulgariana — März 28, 2008 #
@alle: das leben wäre so langeweilig, wenn es keine “schrägen” menschen gäbe. ich hoffe trotzdem, dass keiner der schrägen vögel sich hier auf den schlips getreten fühlt.
@wolf: ich kann dich richtig singen hören
weiter so!
@eine familie: schade… komm trotzdem!
@bulgariana: besorg du mal wasser in der wüste. da brauch´st einen, der die oasen kennt…
Kommentar von stilke — März 28, 2008 #
Wie lange Singen wären 14 Nächte EZ mit Freibier, ohne Schipass?
Kommentar von Wolf — März 29, 2008 #
und mit jedem freibier sinkt das niveau der liedtexte gen jürgen drews… kein guter deal
Kommentar von stilke — März 29, 2008 #
Keine Angst, Jürgen Drews hab ich mir bewusst nie draufgeschafft. Typischerweise Country Roads und das restliche Lagerfeuerrepertoire von vor 15—20 Jahren, traditionelle angloirische Trink- und Sauflieder, gern auch aus Schottland, durchsetzt mit fränkischen und bairischen Gstanzln — wird sehr gern genommen
Kommentar von Wolf — März 29, 2008 #