koller
März 27, 2008 von stilke
jedes jahr gegen ende der saison (gott sei dank nicht schon viel früher) bekomme ich eine mitarbeiterallergie. das ist keine ansteckende krankheit (weil sonst hätte sie mein mann ja auch schon längst bekommen müssen). sie kommt wie das amen im gebet, die schneeschmelze im frühling. der genaue zeitpunkt läßt sich schwer vorhersagen. die symptome sind nicht irgendwelche hautausschläge oder atemnot. genau genommen gibt es “nur” ein symptom: meine grantigkeit. und die ist nicht zu übersehen und macht die diagnose für meinen armen mann mein umfeld relativ leicht und das leben schwer.
eine so furchterbare grantigkeit wie man frau sie sonst nur bei ganz schlimmen pms-anwandlungen verspürt. am liebsten würde ich mir selber in den a. beißen… jetzt aber echt.
schuld daran die ursache vermute ich (es ist ja noch keine so erforschte krankheit) in den 30 bis 35 männern und frauen (so genau kann man das in einem saisonbetrieb immer schlecht sagen) die mich jetzt seit anfang dezember tagein tagaus umgeben. mit denen ich mehr zeit verbringe als mit irgendwem sonst.
natürlich ist es ein klassisches zweckbündnis und alle halten sich mal mehr mal weniger so gut es geht an die regeln. klar, dass jeder so seine macken hat und gerüchten zufolge soll ich auch einige haben. aber irgendwann ist es genug. wir sind ja nicht verheiratet (auch wenn die mitarbeiter untereinander oft einen auf 68er kommune machen) ich kann sie alle nicht mehr sehen. auch nicht die, die ich eigentlich ganz gerne mag. es reicht jetzt irgendwie. ich bin echt froh, wenn´s vorbei ist.
jaja. der lagerkoller. streich jeden überlebten tag im kalender aus. mit dunkelrot. oder mach dir einen eigenen count-down-kalender und zähl damit die tage runter - möglichst groß und für alle sichtbar
oh tyndra. sowas haben meine mitarbeiter hier auch schon hängen. da schau ich immer (mit) drauf
wie wärs dann damit: jeden abend wird der/die nervigste mitarbeiterIn gekürt. wen die wahl trifft, muss sich gefallen lassen, was immer dir einfällt. eine nacht draußen am marterpfahl im schnee zum beispiel. oder einen tag lang einen knebel tragen. eintrittsverbot in dein büro. dreißig peitschenhiebe auf die fußsohlen. und sowas halt
ach tyndra. bei uns läuft die folter eher “verbal” ab. meine zunge ist schärfer als jedes messer…
und gegen saisonende berühmt berüchtigt…. gilt das auch?
das ist zu wenig, es geht ja darum, dass du so richtig tiefe befriedigung aus deinem verhalten ziehst, damit du die tage wieder leichter aushältst