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November 14, 2007 von stilke
mir fällt wirklich keine headline ein. warum müssen jobs heutzutage eigentlich englisch bezeichnet werden?
so richtig pervers aufgefallen ist mir das bei dem aktuellen radio spot eines drogeriemarktes. dabei wird junger, motivierter bürotussi mit jahrelanger schminkerfahrung eine karriere als “sales area manager” im unternehmen schmackhaft gemacht. ja heaven himmel!
jeder will manager sein. ergo wird an jeden beruf hinten ein manager angehängt. die welt ist voller manager… nur will keiner die verantwortung eines managers, ha! für mich klingt das immer so absurd. für den, der sich irgendwo vorstellt, scheint aber das wort in der berufsbezeichung dem selbstbewußtsein einen kick zu geben.
bekommt man so leichter einen kredit? nach dem motto: “hallo bankangestellter key account manager! ich bin verkäufer sales manager. bekomme ich jetzt das geld für den prolligen schlitten amerikanischen benzinschlucker? ey!
laut wikipedia, ist ein manager eine angestellte führungskraft und leitet sich von der lateinischen hand “manus” ab. im sinne von “an der hand nehmen”. jetzt nehmen wir uns doch alle mal an der hand! sind wir nicht alle ein bisschen manager???
noch was: unsere putzfrau = cleaning manager (nimmt schließlich den besen an der in die hand) kann dabei das wort noch nicht mal richtig aussprechen [manager]
was managt ihr so?

um es mit den worten aus einem andere werbespot zu beschreiben: “ich manage ein erfolgreiches kleines familienunternehmen”
jo, Putzfrau heißt morgen “Diplomraumpflegefachfrau” und braucht Abitur!
jetzt, wo alle managerInnen sind, wähle ich einen beruf, der sich abhebt! als kartenlegerin hebe ich mich bestimmt ab aus dem manager-pool
@ehefrau: ah, du bist bei vor.werk?!

@luckyjack42: geht das auch “englisch”?
@tyndra: siehst du dann wenigstens einen dringend benötigten “front office manager” für mich?
in den karten? hmmmm … vielleicht solltest du da eher eine hellseherin befragen, die könnte ihre kugel befragen. äh - managen
facility manager für den hausmeister find ich immer noch am besten
öhm, naja aber ich studiere kulturmanagment, was aber so viel heißt wie kultur zu organisieren usw. soll heißen
mit viel glück binich bald kulturMANAGER!allerdings bin ich auch childmanager, husbandmanager änd housekeepingmanager…nur mal so am rande
sind wir nicht alle ein bisschen
blunamanager@stilke: Sorry, Denglish kommt sofort: “CertificateRoomCareSpecialist”. Zufrieden?
@luckyjack: du wirst lachen, letzten winter hatten wir zwei frische abiturientinnen zum putzen (housekeeping) in den zimmern… die wollten einen auf abenteuer machen. von einer kam heute eine mail, dass sie anfang nächsten jahres mit einem jungen niederkommt. die befruchtung fällt eindeutig in die “abenteuerzeit”
@june: wir sind eindeutig alle ein bisschen…von allem!
Ich bin Selfmanagerin – und froh, wenigstens das hinzubekommen
Ich bin Mamagerin, zählt das auch?