wird sich der aufmerksame leser jetzt sicher fragen… und ich frage mich das oft, sehr oft.
überall suchen doch menschen arbeit?
tut mir leid, wenn ich da jetzt dem einen oder anderen die illusion rauben muß: dieser meinung bin ich inzwischen nicht mehr. vielleicht tun viele nur einfach so als ob. und dienstleistung und dienst am gast steht dabei auf der job-wunschliste sicher ganz unten.
schon alleine wegen der manchmal unfreundlichen arbeitszeiten. damit wir uns nicht falsch verstehen: mehr als 9 stunden schafft ausser mir und meinem mann keiner. 1-2 freie tage die woche sind auch in der hochsaison garantiert. eine unterbringung wäre im haus (also auch keine anfahrtswege) vorhanden.
nebenbei bemerkt: was mich sehr, sehr beunruhigt, dass es nicht nur mir so geht. praktisch alle kollegen die ich kenne (und man braucht hier auch nur die zeitungen aufzuschlagen) kämpfen mit dem selben problem.
frage: aber du hattest doch schon mitarbeiter? wo hast du sie vergraben? was ist aus ihnen geworden?
ja. gestern beim kasperltheater durfte ich mich wieder von ihrer fruchtbarkeit von ihrem wohlergehen überzeugen. diejenigen, die ihre endgültige bestimmung noch nicht erreicht haben sich noch nicht vermehrt haben, bevorzugten irgendwann einen bürojob bei autohändlern, druckereien, gemeindeämtern im ort. wo sie zwar weniger verdienen, dafür aber das ganze jahr (und nicht nur 8 monate im sommer) am wochenende frei haben. andere sind auch selbst inzwischen “chefin”. diese durfte ich sozusagen “inspirieren”.
es gibt doch headhunter und agenturen, das arbeitsamt?
die gibt es natürlich. leider können die aber auch nicht zaubern und verlangen teilweise 2-3 monatsgehälter provision. da habe ich aber noch keine “garantie”, dass mir der oder die vermittelte bleiben.
das arbeitsamt schickt mir gerne 50+ jährige ohne fremdsprachenkenntnisse (außer die nicht deutsche muttersprache) die ich von küchenhilfe auf büro umschulen soll. sie zahlen auch das erste jahr den vollen lohn…
so traurig ist das.


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