juristen

Juli 19, 2007 at 11:38 | In Alltag, berufsgruppen, highlights | Leave a Comment

wenn ich es nicht erlebt hätte…
ein jurist verbringt seinen schiurlaub in einem relativ schönen hotel. es gäbe eigentlich nichts zu beanstanden.
ja, wenn nicht irgendwann mitten in der woche die schischuhe aus dem dafür vorgesehen abstellraum verschwunden wären. was macht der arme gast, um keine zeit zu verschwenden? (und damit die liftkarte weiter ausgenützt werden kann)
er leiht sich passende schischuhe und geht auf die piste. irgendwann- am nächsten oder übernächsten tag- sind die schuhe dann plötzlich wieder da (waren sie überhaupt weg oder hat er sie blos nicht gefunden?) und er bringt die leih-schi-schuhe (was für ein blödes wort!) wieder zurück. er muß im hiesigen sportgeschäft Euro 20 (in worten: zwanzig) bezahlen und reist irgendwann glücklich ab. jetzt kommt ein paar wochen später ein brief aus seiner kanzlei (scheinbar hatte die sekretärin grade nix besseres zu tun) mit einer rechnungskopie für die leih-schuhe. darin wird gebeten, doch die zwanzig euro von unserer versicherung erstatten zu lassen.
ehrlich gesagt, haben wir den ersten brief garnicht ernst genommen… das war ein fehler, weil genau zwei wochen später wieder ein solcher daher kam.
ok. dachten wir uns, wenn das wirklich so ein problem für diesen typen ist, dann überweisen wir ihm die kohle halt selber.
wer mich kennt, weiß, dass ich mir in solchen situationen nur schwer eine “bissigkeit” verkneifen kann.
ich habe ihm also eine email geschrieben (das briefporto wollte ich mir – im gegensatz zu ihm- sparen). im namen der rezeptionsmitarbeiter bitte ich darum, uns die bankverbindung zu nennen, damit wir aus unserer trinkgeldkasse den schaden beheben können. wir hätten nämlich wirklich wichtigeres zu tun und uns wäre die zeit, die wir mit diesem “akt” noch in zukunft zubringen würden müssen, einfach zu schade…
heute kam wieder ein brief (der klebt einfach gerne briefmarken und langsam hat er für den vorgang schon einen erheblichen portoaufwand verbucht). keiner hat sich getraut, ihn auf zu machen. irgendwie.
inhalt: herzlichen dank für ihre BLA BLA BLA. hier meine bankverbindung BLA BLA BLA und mit der hand dazu geschrieben:
“liebe grüße und wir kommen wieder!” laut vorgelesen war die reaktion im büro ein im chor gelachtes “BITTE NICHT!”

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