fehler im system?

Juni 25, 2009 at 6:15 | In Alltag, Lästereien, makaber | 17 Comments

ja doch. ich lebe noch. bei allen, die sich eventuell sorgen gemacht haben könnten, entschuldige ich mich hiermit herzlich.

woran meine momentane (?) blogfaulheit liegt, kann ich nicht so genau sagen. es gibt wahrscheinlich viele gründe… die da wären: fehlende gäste, fehlende mitarbeiter, brave kinder, viele ausflüge und kleinere reisen…

heute aber aus aktuellem anlaß eine geschichte, die mich sehr beschäftigt:

letzten winter hatte ich eine sehr, sehr gute mitarbeiterin in meinem büro. besser, als vieles, was ich so die letzten zehn jahre durchschleifen mußte durfte. sie hat(te) auch einen fixen sommerjob und darum sind wir so verblieben, dass wir uns im sommer für nächsten winter wieder bei ihr melden.

vor einigen wochen ist uns aber zugetragen worden, dass die firma, die sie im sommer beschäftigt, wie so viele insolvent ist. darauf hin haben der stilkemann und ich beschlossen, uns direkt mit ihr in verbindung zu setzen, um sie eventuell schon früher wieder einzustellen (obwohl das aus betriebswirtschaftlichen überlegungen eher unklug ist), damit sie uns nicht durch die lappen geht einen anderen job findet und dann auch für den winter wieder ausfällt…

seit wochen versuchen wir sie zu erreichen. keine chance. ob sie arbeitslos gemeldet ist (wovon auszugehen ist) darf uns nicht gesagt werden.

jetzt zu vorfall nummer zwei, der das ganze noch etwas aussichtsloser für meine mitarbeitersituation macht:

eine andere, wertvolle büromitarbeiterin arbeitet im sommer im betrieb ihres mannes. weil es dort aber finanziell nicht so rosig aussieht, stempelt sie im moment. und jetzt kommt es: bei einem treffen neulich, bei dem ich sie fragen wollte, wann sie wieder anfängt, erzählte sie mir, dass sie lieber stempelt, weil sie da im moment sogar mehr verdient, als beim arbeiten und…

und jetzt sagt mir bitte einer, dass ich träume und zwickt mich mal ganz ordentlich sonstwohin.

[parallel dazu klagte heute unser steuerberater in der landeshauptstadt, dass er seit wochen eine/n teilzeitmitarbeiter/in sucht und inzwischen gleich zu beginn des vorstellungsgesprächs fragt, ob es denn nur ein stempel sein soll oder ob frau/mann wirklich arbeit sucht.... da blieben dann nicht mehr viele übrig.]

bewertungsplattformen…

Mai 25, 2009 at 9:53 | In Alltag, Arbeit | 29 Comments

… und ihr sinn.

so meine lieben. da bin ich wieder zum entfrusten ;-)

die liebe frau wortteufel hat mich heute beim telefonieren in einem nebensatz auf eine persönlich gewordene negative bewertung unserer dienstleistung aufmerksam gemacht. ich schau da von mir aus eigentlich nicht hinein, weil ich den sinn dieser doch meist anonymen ergüsse nicht ganz nachvollziehen kann. in der regel findet sich ja nicht der wirklich zufriedene gast berufen, das kund zu tun, sondern der enttäuschte, angefressene.

da gibt es dann zum beispiel schlechte bewertungen, weil man keinen preisnachlaß bekommen hat, als man behauptete, das duschwasser wäre kalt gewesen. oder weil man angeblich keinen platz in der garage bekommen hat nur weil man sein schatzi nicht quer über drei parkplätze stellen durfte.

kein zweifel. sowas wird gelesen, denn immer mal wieder muß ich mich dafür bei potentiellen gästen in reaktionen auf angebotsschreiben rechtfertigen. leider kann ich nicht so unverblümt sagen, wie es wirklich war… “ach wissen sie, das waren so profischnorr.er, und als sie nix anderes gefunden haben…”

aber heute mach ich das mal. aus aktuellem anlaß :-) .

diese neue bewertung besagt also (ich schreib es nicht wortwörtlich, sonst wäre ich zu leicht zu finden) sinngemäß, dass ich und mein mann immer sehr unfreundlich gewesen wären und sich das auch auf unsere mas auswirken würde …

würde das jetzt nicht so “alleine” da stehen, ich meine in einem sonst längeren text und vielleicht zwischen “positiveren” meldungen, würde ich das nicht so schlimm finden. kann schon sein, dass ich mal grantig bin ;-) , von meinem mann hat das aber bisher noch wirklich niemand behauptet. der vollblutwirt ist wirklich immer und zu allen nett sogar zu den größten arsc.hlöchern.

hier steht das aber so ziemlich als einzige aussage in einem satz da. aus. punkt. mit einem vornamen des gastes.

jetzt ist es so, dass ich mich sehr gut an diesen gast erinnern kann. dieser gast und die familie drum rum, waren vergangenes silvester unser aller “große qual”. zur person: selbst gastwirte aus der landeshauptstadt. kettenraucher die überall hingeascht haben bzw. versuchten aus 2 metern entfernung die aschenbecher zu treffen. zu keinem mitarbeiter jemals danke oder bitte gesagt haben. nackt im bademantel zwischen den anderen gästen in der lobby gesessen sind. kurz: ohne benehmen und ohne stil und hörbar ständig am lästern. viele, viele böse blicke habe ich speziell von der frau geerntet (und hatte ständig das gefühl, die is neidig auf was auch immer) und wir hatten alle das gefühl, dass wir sie nicht glücklich machen könnten. naja. jetzt haben wir es ja geschrieben bekommen, was schuld war. die stilke und der stilkemann sahen frustriert aus. super!

jetzt bräuchte ich einen tipp, was ich mit denen mache, wenn sie wieder kommen… sie haben nämlich für den nächsten jahreswechsel vorreserviert. echt. ehrlich! ich hab sie zwar schon damals bei der abreise wieder aus den reservierungen und dem mailing verteiler gelöscht… aber irgendwie wäre ich jetzt in stimmung für was böses :evil:

[dass diese leute (ihrer bewerterhistory zufolge) sonst eher zurfrieden in drittklassigen clubs urlaub machen, hab ich noch vergessen zu erwähnen. da find ich jetzt überheblichkeit echt angebracht. sorry. und außerdem versteh ich nicht, warum negative bewertungen immer ein vielfaches an klicks haben... und peinlich ist mir sowas auch noch. vielleicht hätt ich ja doch besser drauf sein können. damals... ]

positives

Mai 8, 2009 at 11:57 | In Alltag, privat | 19 Comments

frau wortteufel hat recht! wir alle schreiben viel zu viel worüber wir uns ärgern, was uns nervt und stresst. dabei gibt es doch soviel schönes, das eigentlich viel mehr verdient, erwähnt zu werden.

da wären zunächst einmal meine kinder. sie sind jetzt – wie man so schön sagt- aus dem gröbsten heraus. man kann meist vernünftig mit ihnen reden. sie haben was davon, wenn man mit ihnen etwas unternimmt (ich denke an museumsbesuche, kino, theater…) und man kommt sich nimmer vor, wie die übermutter auf dem selbstverwirklichungstrip mit kleinen, schreienden banausen im schlepptau. man darf richtige bücher vorlesen kann brettspiele zusammen spielen, deren würfel mehr als drei punkte auf einer seite haben. und jeder der beiden hat inzwischen einen ganz eigenen sinn für humor entwickelt und versteht sogar schon den ein oder anderen wortwitz der mama ;-)

die wichtigsten menschen in meinem leben sind gesund oder nicht merklich kränker als vor dem vergangenen winter.

die wintersaison war recht erfolgreich. und was noch besser dran ist: sie ist vorbei :-)

der stilkemann und ich hatten einen wunderschönen, blogcontentlosen erlebnislosen, zweisamen und einsamen urlaub in dem wir vortrefflich das vergessen und verdrängen aller sorgen praktiziert haben.

woran das allerdings liegt, dass man eher dazu neigt, im blog zu jammern und zu klagen, weiß ich nicht. fest steht, dass man wesentlich mehr feedback fürs jammern bekommt ;-)

hier wird es jetzt vorerst so ruhig bleiben. im moment fällt mir nix zum jammern ein :-D

vergeßlichkeit?

April 20, 2009 at 12:21 | In Alltag, Arbeit, Lästereien | 5 Comments

vieles wird von den mitarbeitern bei deren abreise zurück gelassen. beispiele gefällig?

hunderte (während der saison leergetrunkene), fein säuberlich im zimmer gestapelte bierdosen zum beispiel. (ich bin für dosenpfand in österreich!)

oder ein hamsterkäfig samt hamster (gut, das ist schon einige jahre her und die madame war dement schwanger und offensichtlich verantwortungsbewußt :roll: )

heute ein anruf von der gestern abgerüsteten frühstücksköchin:

“ich hab meine pille vergessen. können sie mir die bitte nachschicken? es sind noch so viele tage drauf und es wäre schad drum.” :lol:

verspielt

April 15, 2009 at 6:45 | In Alltag, Arbeit | 4 Comments

zum ausklang haben wir noch zwei kleine fotosessions geplant. eine davon – oh wie spannend – für ein kochbuch. die andere (fad) für ein recht bekanntes männermagazin (aber nicht die deutsche ausgabe. wir müssen ja märkte, die sich uns noch leisten können unsere potentiellen kunden ansprechen ;-) !) .

damit alle (auch die ältere, weibliche serviceperle) geistig und seelisch auf diese geschichten eingestimmt werden, wurde ein exemplar der zeitschrift rumgereicht. bei den meisten (männern) bewirkte das vorfreudige erwartung. die serviceperle stellte trocken fest: “schau, was für ein schöner teppich, da auf dem foto” :roll:

jetzt sind sie also da. hoffentlich fühlt sich bekannte öster.reichische fernsehjournalistin, die offensichtlich nicht ERkannt werden will, nicht zu sehr gestört... der fotograf für die mädels schaut aus, wie ein kofferträger am wiener westbahnhof. dafür ist der für die speisen recht appetitlich. vielleicht noch blogcontent in der endsaisonwarteschleife :-D .

mir geht es gut!

April 15, 2009 at 2:45 | In Alltag, Danke, blödsinn | 5 Comments

ein freund wünschte mir heute einen “man in black”, der mir die erinnerungen an die vergangene saison ausradiert und mein hirnkastl auf reset stellt. gar keine so blöde idee, wenn ich drüber nachdenk ;-) .

es gibt vermutlich nur wenige mütter, die sich so sehr über chlorophyll auf den hosen ihrer kinder freuen, wie ich. die grasflecken haben sie sich im kindergarten “geholt”. mal etwas, das wir hier heroben so schnell nicht haben werden :-D und eine echte alternative zu den durchnässten schneehosen, von denen sich die imprägnierung schon vor wochen verabschiedet hat…

die kinder sind außerdem glücklich, weil sie wieder mit socken (quasi unsbestrumpfhost) rumlaufen dürfen.

und ich lasse diesen winter entsprechend chillig ausklingen. durch regelmäßige skiausflüge mit meiner schwester schau ich (zumindest im gesicht) wie ein skilehrer aus. gäste, die immer so spät in der saison kommen, werden denken, ich tu den ganzen tag nix… und mir kommt es langsam auch schon so vor.

noch eine kleine geschichte von söhnchen:

oma und opa haben ein zimmer im 4ten stock. söhnchen macht sich auf den weg dorthin. als er längere zeit nicht zurück kommt, suchen wir ihn. irgendwo zwischen der 2. und 3. etage kommt er abwärts daher. die frage, ob er schon oben gewesen wäre, verneint er. er hätte sich leider bei den stockwerken verzählt und wollte jetzt nochmal von vorne anfangen und neu zählen. :lol: ich könnt ihn manchmal echt fressen.

nimmer lang

April 6, 2009 at 5:08 | In Alltag, Arbeit | 11 Comments

wenn die freundin von der schischule sagt, “eigentlich sind eh alle ganz nett… bis auf einen. und den hab ich von dir”… dann weiß ich natürlich auch sofort, über wen wir gleich hemmungslos aublästern werden von wem sie spricht.

eine sehr versnobte stylische mitzwanzigerin teilt mir bei der anreise am samstag abend mit, dass sie eine weiz.enmehlunverträglichkeit hat. ansich nichts besonderes. nur, dass man uns das meistens so sagt, dass wir und die küche eine chance haben, darauf zu reagieren… auf meine höfliche nachfrage (in wahrheit bin ich natürlich schon etwas genervt), warum sie uns das jetzt erst sagt, antwortet sie: “ich weiß es selbst erst seit dem test, letzte woche.” am liebsten beinahe hätte ich gesagt: “ja dann macht es ja auch nix, wenn sie mit der diät erst nächste woche anfangen…” hab ich natürlich nicht.

ansonsten hab ich einfach keine nerven mehr. meine geduld mit meiner slowmotionspezialistin mit dem untertitel “erzähl du mir dein leben- dann erzähl ich dir meins” ist erschöpft. im moment flüchte ich, wo es nur geht, um nicht auszuflippen nicht patzig zu werden. sie zieht durch ihre überbemühtheit gäste an, die sich alleine nicht die schubänder binden können genauso kompliziert sind, wie sie und untergräbt (schon alleine durch ihr reifes, altersbedingt kompetentes auftreten) ständig meine autorität. wenn ich sie ließe, wie sie wollte, würde sie meine ordnung komplett auf den kopf stellen und alle gäste ihre zimmer aussuchen lassen und/oder einladen… sogar dem stilkemann geht sie schon auf den zeiger- und das will was heißen weil der viel weniger mit ihr zu tun hat, als ich. weil der immer so geduldig mit allen ist. fest steht: in der hauptsaison würde ich sie keinen tag aushalten.

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