ca. 170 km von daheim entfernt befindet sich die hauptstadt von slowenien. bisher haben mich von einem besuch eine menge vorurteile abgehalten. anfang der 90er (als ich ganz frisch mit meinem mann zusammen war) war slowenien noch ein teil von jugoslawien und irgendwie gefühlsmäßig für mich “aus der welt”. falls sich noch wer erinnert. ein krieg war ganz nah. für die kärntner sogar sehr hautnah.
dazu kommt, dass ich (und mein mann auch) kein slowenisch können und die “normalen” slowenen nicht wirklich englisch.
was den heutigen ausflug dann aber zusätzlich noch abenteuerlich machte, war die tatsache, dass wir mit unserem navigationssystem zwar nach andorra (!?) fahren könnten, aber ab dem karawankentunnel der bildschirm das kunstwerk zeigt: “oranger pfeil auf schwarzem grund”. die programmierer der navi-cd scheinen zu diesem land eine ähnlich ignorante haltung zu haben, wie ich sie bisher hatte…
die stadt selbst findet man (dank eu-föerdergeldern, die offensichtlich in ein besseres strassennetz investiert wurden) recht leicht. nur IN der stadt (und die ist wirklich nicht so klein, wie ich sie mir vorgestellt hatte) einen parkplatz zu finden und dann auch noch das restaurant (wir hatten reserviert) wenn jeder strassenname sich liest wie lautschrift zu polnischen vokabeln …
das erste angefahrene parkhaus war keines. das heißt. es sah wie eines aus, aber die nette lautsprecherstimme sagte, wir sollten uns schleichen es wäre privat, als wir unser ticket drücken wollten.
einheimische waren stets hilfsbereit. wegbeschreibungen wie: “do you know where zungenbrecherzischlautkauderwelsch is? sprechen für sich.
männer sind aber auch sowas von praktisch veranlagt. zwei ministadtpläne hat mein mann aus dem internet ausgedruckt. beide nur jeweils mit einem bruchteil der innenstadt. gemeinsame strassenschnittmenge = 0,00
woran ich mich am ende orientiert habe, waren 4 gelbe em läden. die waren dort strategisch so gut platziert, dass ein verhungern von vorne herein kategorisch ausgeschlossen werden konnte.
was soll ich sagen? die stadt ist soooooo schön. wenn ihr mal in der nähe seid: unbedingt, U N B E D I N G T hin! es war ein toller tag! und wie ihr seht, wir haben auch wieder raus gefunden…
hier ein paar eindrücke:




einmal zwischendurch fühlte ich mich “wie zu hause” in udine. ich sagte zu meinem mann: “ui, endlich versteh ich wieder was die leute reden!” da wurde mir bewußt, dass hinter uns eine italienische schulklasse trottete…
[und quote of the day:
ich zu meinem mann unter den eindrücken des gestrigen kindergartenevents: "du, eigentlich bin ich garnicht die zickigste und frustrierteste frau im bezirk."
antwort: "stimmt, bei weitem nicht. aber das kostet mich auch einen haufen geld."]